Alpenüberquerung

Nachdem die Jugendgruppe “Jack” bereits im letzten Jahr eine erinnerungswürdige Fahrradtour über die Hügelchen Mecklenburg-Vorpommerns unternommen und die Ostsee als Ziel erreicht hatte, stand danach schnell fest: Da geht noch was! Eine Überquerung der Alpen schien nun eine angemessene Herausforderung! Gedacht, gesagt, getan! Nach einer Odyssee mit dem Zug durch ganz Deutschland schließlich in Salzburg angekommen, stellte man sich voller Sorge der ersten Etappe. Doch heftiger Regenguss, starker Donnerschlag, stürmische Winde und selbst die ärgsten Pässe konnten die Truppe nicht aufhalten. Der Vollständigkeit halber darf allerdings nicht verschwiegen werden, dass die Nerven bisweilen blank lagen und alle des Nachts halbtot auf die Matratzen schlugen. Alle Sorgen erwiesen sich als unbegründet, denn bereits nach drei Tagen hatte man die Alpen hinter sich gelassen und befand sich nun im trockenen und heißen Italien, in dem Wasser Mangelware war. Große Flüsse, die man noch auf der Karte als Hoffnungsschimmer ausmachte, waren ausgetrocknet, die Mannschaft war dem Kollaps nahe. Nur mit Hilfe der Eingeborenen konnten saubere Wasserquellen erschlossen werden. Doch auch diese versiegten, bevor sich alle gewaschen hatten, sehr zum Leidwesen der Zeltnachbarn! Das Ziel, die Adria bei Grado, war bereits am Morgen des fünften Tages erreicht. Die Alpen im Rückblick: Lächerlich! Neue Herausforderungen fanden sich in einem Abstecher nach Slowenien und Kroatien, bei dem Kiesbecken als Wege “jenseits von Gut und Böse” überwunden werden mussten. Eine asphaltierte Straße sorgte derart für Glücksgefühle, dass manch einer darüber die stets angemahnte Sicherheit vergaß: 60 km/h waren hierbei Ehrensache, durchgeglühte Felgen und heiß gelaufene Räder die Nebenerscheinungen. Wieder in Slowenien (Ljubljana) angekommen, machte man sich auf die zwei Tage lange Rückfahrt (samt durchwachter Nacht auf dem Bahnhof) mit dem Zug und schloss damit die Fahrt ab: Ein Spektakel, an das man sich noch lange erinnern wird.

JACK

Mo, 24.Okt 2016 · Gemeindeleben · Berichte