Ökumenischer Gesprächsabend v. 25.10.2016

Der Gesprächsabend stand unter dem Eindruck der Pilgerreise von deutschen katholischen und evangelischen Bischöfe nach Israel vom 16.10. – 22.10.2016.

Bernd Breuer von der ev. Gemeinde Waidmannlust hatte dieses Thema in unseren Gesprächsabend eingebracht und hierzu aus einem Artikel des Tagesspiegels (http://www.tagesspiegel.de/politik/bischoefe-in-jerusalem-in-jerusalem-holt-die-delegation-die-realitaet-des-nahen-ostens-ein/14724496-2.html) zitiert.

Initiiert hatte die Pilgerfahrt der Alt-Erzbischof Robert Zollitsch, zuvor Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Dabei sollte das gemeinsame Erlebnis befruchtend auf das Aufeinander-Zugehen von katholischer und evangelischer Kirche als Auftakt des jetzt beginnenden Reformationsjahres 2017 wirken.

Gemeinsam mit Bischöfen der evangelischen und katholischen Kirche war man nach Israel gereist und besuchte im Heiligen Land die wichtigen Stätten des Wirkens von Jesus Christi. Hierzu standen Stationen rund um den See Genezareth, Bethlehem und Jerusalem mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem im Mittelpunkt der Pilgerfahrt. Die Gemeinsamkeit des Glaubens sollte hier auf den Spuren von Jesus Christus bekräftigt werden.

Der Vorsitzende der EKD Heinrich Bedford-Strohm und der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx betonten, dass das jetzige Miteinander am Ursprung des Christentums für beide ein wichtiges emotionales Moment war. Das Sehen mit den Augen des Anderen stand im Mittelpunkt und die Teilnehmer waren tief bewegt als sie auf dem See Genezareth gemeinsam beteten und dabei das Bild vor Augen hatten, wie vor 2000 Jahren Jesus Christus mit seinen Jüngern.

Gleichzeitig empfand man gerade am Jerusalemer Tempelberg die vielen trennenden Momente zu anderen Religionen, wo die Anfeindungen ihnen und den Juden gegenüber deutlich wurden. Man betete gemeinsam an der Klagemauer in Jerusalem.

Aber auch das noch Trennende zwischen evangelischer und katholischer Kirche wurden den Teilnehmern der Pilgerreise besonders bewusst, als sie gemeinsam den Gottesdienst feierten und dabei jeweils vom gemeinsamen Abendmahl ausgeschlossen waren. Bei aller Betonung theologischer Begründungen war gerade hier das Empfinden aufeinander zuzugehen besonders deutlich.

Ausgehend von unseren Gesprächen möchten wir zum nächsten ökumenischen Gesprächsabend das Thema fortsetzen und hierbei Vorschläge finden, wie der Weg des Miteinanders vertieft werden kann.
Hierzu lade ich wieder alle Interessierten zum 29.11.2016, um 19.30 Uhr in unser Gemeindezentrum von Maria Gnaden herzlich ein.

Ihr Lutz Hartmann
Tel.: 030/404 19 87

Do, 27.Okt 2016 · Gemeindeleben · Ökumene

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