Ökumenischer Gesprächsabend v. 28.02.2017

Die Fastenzeit bietet Christen Anlass zum Nachdenken über sich, aber auch vieles andere, was um uns herum geschieht. Fragen von Fehlentwicklungen rücken hierbei ins Blickfeld.

Dabei stellt sich die Frage nach der begrifflichen Erfassung des Begriffs der Sünde.

Eine erste biblische Quelle bietet die Schilderung des Sündenfalls durch Adam und Eva und ihre Vertreibung aus dem Paradies. Man handelte entgegen dem Willen Gottes und aß die Frucht vom Baum der Erkenntnis und entfremdete sich von Gott. Dies bildete den Anfang der Auseinandersetzung mit dem Guten und dem Bösen. Und fortan stellte sich die Frage nach dem theologischen Begriff der Rechtfertigung. Wie kann man den Zustand der Entfremdung heilen?

Die Taufe eines Christen bildet die Verbindung mit Gott als seinem Kind. Die Heilung der Erbsünde.
Doch damit ist es nicht getan. Es wird auch noch so manches geschehen, was nicht den christlichen Vorgaben und dem Willen Gottes entspricht.

Wer räumt heute noch Fehlverhalten ein? Stellt man sich damit nicht außerhalb eines gesellschaftlich geforderten Zustandes, welche Folgen hätte dies im Berufsleben? Besteht überhaupt heute noch die Einsicht sich oder auch gar anderen Fehler einzugestehen?

Außerhalb der christlichen Betrachtung gibt es die weltliche Rechtsprechung bei einem schuldhaften Verhalten. Doch auch dort ist das Einsichtvermögen nach einem richterlichen Schuldspruch oft nicht allzu groß ausgeprägt.

Der Begriff der Sünde dürfte durchaus nicht im Denken von Christen verlorengegangen sein. Denn der Begriff der „Sünde“ steht in einen direkten Kontext zum Tod. Wie wird wohl dann das Urteil Gottes über uns ausfallen? Da der Tod gesellschaftlich eher verhalten im Denken, aber auch der öffentlichen Diskussion verankert ist, könnte sich dies dann auch auf den dem immanenten Begriff der Sünde im verweigerten Denken auswirken.

Das Sakrament der Beichte, im katholischen Umfeld, bietet die Möglichkeit der Versöhnung mit Gott. Doch auch hier treten Veränderungen ein. Welche Bedeutung wird dieser Möglichkeit eingeräumt?
Wie hoch ist die Akzeptanz?

Ausgehend von unseren Gesprächen möchten wir zum nächsten ökumenischen Gesprächsabend das Thema mit diesen Fragestellungen fortsetzen. Aber auch die weitere Sichtweise evangelischer Christen zum Thema Beichte werden wir in den Blickpunkt unserer Gespräche stellen.
Hierzu lade ich wieder alle Interessierten zum 28.3.2017, um 19.30 Uhr, in unser Gemeindezentrum von Maria Gnaden herzlich ein.

Ihr Lutz Hartmann
Tel.: 030/404 19 87

So, 12.Mär 2017 · Gemeindeleben · Ökumene